Tarifrunde Telekom 2024

Dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis – Angebot der Arbeitgeber nicht ausreichend

30.04.2024

ver.di-Pressemitteilung

In der dritten Tarifverhandlungsrunde für die Deutsche Telekom haben die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Arbeitgeber kein Ergebnis erzielt. „Es ist gut, dass die Arbeitgeber uns heute ein Angebot vorgelegt haben. Das Angebot bewegt sich auf uns zu, reicht aber nicht aus“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland. So seien die angebotenen Entgelterhöhungen zu gering und zudem sei die Laufzeit des Tarifvertrags von 27 Monaten zu lang. „Das Angebot ist so nicht einigungsfähig, da erwarten die Beschäftigten deutliche Nachbesserungen.“

Die Deutsche Telekom sei die wertvollste Marke Deutschlands, so Sauerland weiter. „Sie ist wirtschaftlich stark und hat ausgesprochen gute Finanzkennzahlen vorzuweisen.“ So habe die Telekom im vergangenen Jahr ihren Konzernüberschuss erneut verdoppeln können. „Das Angebot der Arbeitgeber mag zwar nach ihren eigenen Angaben das höchste in der Geschichte der Deutschen Telekom sein, es ist aber angesichts der höchsten Inflationsbelastung der Beschäftigten und der höchsten Gewinne des Konzerns keine tragfähige Antwort für die Beschäftigten.“

ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde für bundesweit rund 70.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung von 12 Prozent, mindestens aber um 400 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 185 Euro erhöht werden.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatten sich am gestrigen Montag (29. April 2024) bundesweit rund 12.000 Beschäftigte an vollschichtigen Warnstreiks beteiligt. Zudem fanden Kundgebungen und Aktionen an verschiedenen Orten statt, so in Hamburg, Dortmund, Mainz, Stuttgart, München, Nürnberg, Dresden, Chemnitz und Berlin sowie auf dem Brocken im Harz.

Die Tarifverhandlungen sollen am 13./14. Mai 2024 fortgesetzt werden.