DOKOM21

    Angebot nicht einigungsfähig

    17.05.2023
    Das ver.di-Verhandlungsteam (v. l. n. r.) Oliver Möllenberg, Tobias Oswald, Martin Wolff, Fabian Serfling, Rejhan Nailovic.
    © ver.di
    Das ver.di-Verhandlungsteam (v. l. n. r.) Oliver Möllenberg, Tobias Oswald, Martin Wolff, Fabian Serfling, Rejhan Nailovic.

    Die Tarifverhandlungen für die ver.di-Mitglieder bei dem regionalen Telekommunikationsanbieter DOKOM21 in Nordrhein-Westfalen wurden am 30. März fortgesetzt. Die Arbeitgeberseite legte zwar ein verbessertes Angebot vor, das aber aus ver.di-Sicht nicht einigungsfähig ist. 

    Die Arbeitgeberseite unterbreitete zu Beginn der Verhandlungsrunde ein „neues“ Angebot. „Sie haben aber ihr zweites Angebot vom 6. März nur ,aufgehübscht‘ und bieten nun zusätzlich einen Sockelbetrag von 50 Euro an“, sagt Martin Wolff, ver.di-Gewerkschaftssekretär. „Um diesen Betrag wollen sie die Einkommen zunächst erhöhen und darauf dann die von ihnen angebotene Lohnerhöhung von 3,2 Prozent zahlen.“ Die ver.di-Verhandlungskommission bewertete das als völlig unzureichend. Nach intensiven Gesprächen am Verhandlungstisch legte die Geschäftsführung dann ein verbessertes Angebot vor. Danach sollen die Einkommen noch in diesem Jahr um 5,2 Prozent steigen, in 2024 dann um 3,3 Prozent. Sie boten zudem 2400 Euro Einmalzahlungen noch in 2023 und 600 Euro im kommenden Jahr an. 

    Reicht immer noch nicht

    Die Geschäftsleitung beharrt auf einer Laufzeit von zwei Jahren für einen Tarifabschluss. „Die Entwicklungen der Lebenshaltungskosten und auch die wirtschaftlichen Entwicklungen über einen Zeitraum von 24 Monaten seriös zu prognostizieren, ist in der aktuellen Situation praktisch unmöglich“, betont Tobias ­Oswald von der ver.di-Verhandlungskommission. Deshalb halte ver.di eine Laufzeit von zwei Jahren für beide Seiten für den falschen Weg. ver.di fordert weiterhin ­einen Abschluss über zwölf Monate, um dann in erneute Tarifverhandlungen einzutreten. Zudem seien die angebotenen Prozentpunkte nicht ausreichend angesichts der aktuellen Preissteigerungen. Der von den ver.di-Mitgliedern geforderte Mindestbetrag, der gerade die Kolleginnen und Kollegen in den unteren Entgeltgruppen stärken soll, fehlt auch im neuen Angebot. Überhaupt nicht von ihnen berücksichtigt wurden die Auszubildenden. 

    Die ver.di-Forderungen

    Die ver.di-Mitglieder bei DOKOM21 hatten Ende Januar die Tarifforderungen beschlossen. ver.di fordert eine tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte um zwölf Prozent, mindestens aber 500 Euro. Die Vergütungen der Auszubildenden sollen pauschal um 200 Euro steigen. Gestrichen werden soll die Entgeltgruppe 1a. sil 

    Über den weiteren Verlauf der Tarifverhandlungen informieren wir unter 
    https://kurzelinks.de/ua62